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Thomas Schröder und Jörn Neßlinger im Gespräch
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„Schützen wie noch nie“ - Die Schützenvereine und Bruderschaften der ganzen Stadt Neuss und ihre Landesgartenschau 2026
26. August 2026
Spricht man in Neuss von Schützen, dann denken viele zunächst an den Neusser Bürger-Schützen-Verein (NBSV) und seine ihm angegliederten Corps- und Zuggemeinschaften. Zwei dieser Corpsgemeinschaften, die Neusser Scheibenschützen-Gesellschaft von 1415 e.V. und die St. Hubertus-Schützen-Gesellschaft Neuss 1899 e.V. sind darüber hinaus aber auch eigenständige Bruderschaften im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) und damit Teil des Bezirksverbandes Neuss mit seinen insgesamt ca. 9.500 Schützenschwestern und Schützenbrüdern. Mit Thomas Schröder aus Büttgen-Vorst als Bezirksbundesmeister und Jörn Neßlinger aus Neuss-Hoisten als seinem Stellvertreter sowie dem federführend agierenden Mitmachverein „Grünes Herz Neuss“ planen die Schützen aus allen Neusser Stadtteilen am 03.10.2026 unter dem Motto „Schützen wie noch nie“ einen großen Festgottesdienst zum Ausklang der diesjährigen Landesgartenschau in Neuss.
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Bundesfest 2026 Damme
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Teilnehmerliste für den Festzug jetzt online verfügbar
25. August 2026
Die Vorfreude auf das Bundesfest 2026 in Damme wächst: Ab sofort steht die aktuelle Liste der angemeldeten Teilnehmer für den großen Festzug online zur Verfügung. Alle Bruderschaften, Vereine und Gruppen haben damit die Möglichkeit, sich einen Überblick über die bereits gemeldeten Teilnehmer zu verschaffen und den aktuellen Stand der Anmeldungen einzusehen. Der Festzug wird einer der Höhepunkte des Bundesfestes sein. Tausende Schützen aus dem gesamten Bund werden gemeinsam durch die Gastgeberstadt ziehen und die Vielfalt sowie die lebendige Tradition des Schützenwesens eindrucksvoll präsentieren. Teilnehmerliste aufrufen Die aktuelle Teilnehmerliste kann als PDF über die Informationsseite zur Festzuganmeldung heruntergeladen werden: Anmeldung Festzug | BHDS Die Teilnehmerliste wird zweimal täglich aktualisiert. So stehen Ihnen jederzeit die aktuellen Anmeldezahlen und Meldungen der Bruderschaften, Vereine und Gruppen zur Verfügung. Wir bedanken uns bereits jetzt für die zahlreichen Anmeldungen und freuen uns auf einen beeindruckenden Festzug mit einer starken Beteiligung der Schützenfamilie. Gemeinsam machen wir das Bundesfest 2026 in Damme zu einem unvergesslichen Erlebnis! Hinweis: In der Woche vor dem Bundesfest wird die Liste mit der Zugaufstellung veröffentlicht.
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© Foto: eschmedia / Fabian Esch
Diözesesanverband Trier
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Erste Bundeskönigin Andrea Reiprich im Hafen der Ehe gelandet
24. August 2026
Mit Prinzgemahl Thomas Herschbach begann ein neuer Lebensabschnitt - Hochzeit und Segensfeier in Waldbreitbach und auf dem Klosterberg
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© Fotos Walter Wetzler
Erzbischof Heiner Koch im Interview
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„Das Fehlen verbindender Feste empfinden ich als Armut“
20. August 2026
Erzbischof Heiner Koch lebt den Kontrast zwischen rheinischer Volkskirche und ostdeutscher Diaspora. Im Interview verrät der Rheinländer, was er besonders an Berlin schätzt und was er in der Hauptstadt vermisst. Den Kontakt zum Brauchtum hat der frühere Bundespräses nie verloren.
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Vor 70 Jahren starb der erste Bundespräses Dr. Peter Louis
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Ein Streiter für Glaube, Sitte und Heimat – von den Nazis verfolgt, von den Schützen verehrt
17. August 2026
In diesem Jahr jährt sich der Tod unseres Verbandsgründers Dr. Peter Louis zum 70. Male. Aus diesem Grunde versammelte sich der Bundesausschuss für Schützenbrauchtum, -geschichte und -musik in Leverkusen-Bürrig zu seiner Sitzung, die mit einem Vortrag über das Leben und Wirken von Dr. Louis begann.
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© Stadt Damme / Stefan Bernholt
Bundesfest 2026 in Damme
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Die Schützenfamilie freut sich auf das Hochfest des Bundes
14. August 2026
Noch 28 Tage, dann wird Damme zum Mittelpunkt des historischen Schützenwesens in Deutschland. Vom 11. bis 13. September 2026 treffen sich die Historischen Deutschen Schützenbruderschaften zum Bundesfest im Oldenburger Münsterland. Gastgeber ist die St. Viktor Schützenbruderschaft Rottinghausen, die in diesem Jahr zugleich ihr 75-jähriges Bestehen feiert. Mehr als 8.000 Schützenschwestern und Schützenbrüder werden erwartet.
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Caritativer Ausschuss
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Altkleidersammlung erbrachte 17.000 Euro
10. August 2026
Die Altkleidersammlung derzeit vor außergewöhnlichen Herausforderungen. Der europäische Altkleidermarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Zahlreiche gewerbliche und karitative Sammler haben ihre Tätigkeit eingestellt oder mussten Insolvenz anmelden. Gleichzeitig ist das Aufkommen an Alttextilien an den verbliebenen Sammelstellen erheblich gestiegen. Nach Angaben aus der Branche wurden an vielen Standorten Zuwächse von mehreren hundert Prozent verzeichnet. Der Vertragspartner des Bundes hat bereits auf diese Entwicklung reagiert und seine Kapazitäten durch zusätzliche Fahrzeuge und Fahrer erweitert. Ziel bleibt eine möglichst regelmäßige und zuverlässige Leerung aller Container. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen kann der Caritative Ausschuss auf eine erfreuliche Bilanz blicken. Im Jahr 2025 konnten rund 17.000 Euro für soziale Zwecke ausgeschüttet werden – die zweithöchste Spendensumme aus der Altkleidersammlung in den vergangenen 15 Jahren. Auch die Entwicklung des laufenden Jahres lässt auf ein ähnlich gutes Ergebnis hoffen. Die Erlöse aus der Sammlung kommen der ambulanten Palliativversorgung der Malteser zugute. Damit werden schwerstkranke und sterbende Menschen sowie ihre Angehörigen in einer besonders belastenden Lebensphase unterstützt. Der Caritative Ausschuss wirbt deshalb weiterhin für Geduld, Zusammenhalt und gegenseitiges Verständnis. Wo örtliche Probleme an einzelnen Containerstandorten auftreten, werden gemeinsam mit den betroffenen Bruderschaften praktikable Lösungen gesucht.
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Wie aus schlichten Fahnen Kunstwerke werden
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Alexander Tetzlaff malt mit der Stickmaschine
6. August 2026
Der Termin steht fest: Beim Bundesschützenfest in Damme wird Alexander Tetzlaff die erste Standarte des Bundes der Deutschen Historischen Schützenbruderschaften an den neuen Hochmeister Max Freiherr Spies von Büllesheim überreichen. Derzeit konserviert Tetzlaff in seiner Kunststickerei das Fahnentuch aus Seide von 1951. „Restaurieren ist nicht möglich“, erklärt er mit fachmännischem Blick und deutet auf die vielen angegriffenen Stellen und die zum Teil vorgenommenen Reparaturen. „Ich werde sie konservieren, so dass sie erhalten bleibt.“ Eigentlich müsste die Übergabe nicht in Damme erfolgen. Zwischen Erkelenz-Keyenberg, in dem Tetzlaff seine Werkstatt betreibt, und Hückelhoven-Ratheim, dem Wohnort des Hochmeisters, liegen nur wenige Kilometer. Aber die feierliche Übergabe beim Bundesfest ist auch ein Zeichen besonderer Wertschätzung für seine Kunstfertigkeit. In der Region hat Tetzlaff viele Kunden, seitdem sich herumgesprochen hat, dass er in Erkelenz im Nebenerwerb die Kunststickerei betreibt. Im Hauptberuf ist er Gemeindereferent im Pastoralen Raum Jüchen. Nicht zuletzt seine Funktion als Brudermeister der heimischen St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Keyenberg von 1449 hat ihn zur Kunststickerei gebracht. 2019 musste die eigene Fahne der Bruderschaft dringend restauriert werden. „Auf dem Flachsmarkt an Burg Linn wurden wir auf eine Kunststickerei aus Haltern am See aufmerksam. Nachdem wir die Kunststickerin dort in ihrem Atelier besucht haben, war ich derart fasziniert von der Kunst, dass ich selbst damit angefangen habe.“ Schnell war der erste Stickrahmen gekauft, auf dem Tetzlaff die ersten Versuche unternahmen. Die Zeit der Corona-Pandemie mit vielen Stunden in heimischer Umgebung nutzte er, um sich Wissen über die Materialkunde und die Technik anzueignen. Der nächste Schritt war der entscheidende. „Ich habe mir die allererste Plattstickmaschine gekauft“, berichtet er und fügt schmunzelnd hinzu: „Inzwischen habe ich auch einen Stickcomputer. Aber der hat bei Fahnen nichts zu suchen.“ Das computergesteuerte Sticken ist für Shirts oder Hemden vorgesehen. Tetzlaff liebt die Handarbeit, das „Malen mit der Maschine“. „Beim Malen habe ich Pinsel und Leinwand, beim Sticken sind es Nadel und Stoff.“ Der Unterschied: „Beim Malen führe ich den Pinsel über die Unterlage, beim Sticken steht die Nadel fest und ich lenke den Stoff.“ 2021 machte Tetzlaff die Kunststickerei zu Nebenerwerb – und wurde wegen seiner handwerklichen Kunst schnell bekannt. „Zu 95 Prozent sind es Fahnen und Standarten, die ich in meiner Werkstatt behandele. In den allermeistern Fällen sind er Restaurierungen oder Reparaturen.“ Priestergewänder hat er ebenfalls schon in den Händen gehalten. „Die meisten Aufträge kommen von Schützenbruderschaften. Aber auch Karnevalsvereins melden sich mit ihren Fahnen.“ An Arbeit mangelt es ihm nicht. Allein im heimischen Bezirk Mönchengladbach gebe es 35 Bruderschaften, deren Fahnen und Standarten regelmäßig überarbeitet werden müsse. Inzwischen hat sich über den Bezirk hinau seine Arbeit herumgesprochen. Eine neue Fahne für eine Bruderschaft im Selfkant, eine neue für die in Kalterherberg in der Eifel und die in Krefeld-Linn sind gerade fertig geworden. Für den Diözesanbundesmeister Kurt Bongard aus Aachen konzipiert Tetzlaff eine spezielle Schärpe, die als Gastgeschenk für eine Bruderschaft in Tirol aus Anlass der 40-jährigens Bestehens einer Freundschaft dienen soll. Die Kunststickerei, vornehmlich für die Schützenbruderschaften, ist für Tetzlaff in erster Linie keine Arbeit, sondern Entspannung von seinem geistig anstrengenden Beruf. „Wenn andere nach einem harten Arbeitstag vor der Glotze abhängen, sitze ich an meiner Stickmaschine und finde meine Erfüllung.“
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Der Vogelbauer vom Niederrhein geht in Rente
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Michael „Mackel“ Herbst baut nach 37 Jahren seinen letzten Schützenvogel
3. August 2026
Wenn in Haldern künftig die Schützen auf den Vogel anlegen, wird etwas fehlen. Nach 37 Jahren endet in diesem Jahr eine besondere Ära: Schreinermeister Michael Herbst baut seinen letzten Königsvogel. 1990 hatte alles begonnen. Damals übernahm „Mackel“, wie ihn im Dorf nahezu jeder nennt, die Aufgabe von Bernhard Giesen, dem anderen Schreinermeister im Ort. Was zunächst nach klassischer Vereinsarbeit klang, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem außergewöhnlichen Zusammenspiel aus Handwerk, technischem Verständnis und gelebtem Schützenbrauchtum. Der Anlass war durchaus pragmatisch. In vielen Zügen gab es Kritik: Die Schussflächen der damaligen Vögel waren oft zu klein, Preise fielen zu schnell, nicht jeder Schütze kam überhaupt noch zum Zug. „Teilweise konnten ganze Züge nicht mehr auf die Preise schießen“, erinnert sich Herbst. Für ihn war schnell klar: Ein Vogel musste nicht nur gut aussehen, er musste auch funktionieren. Und vor allem musste er fair sein. Denn die Verantwortung sei größer, als viele glaubten. Die Schützenfeste seien eng getaktet, Verzögerungen kaum möglich. „Kritiker gibt es immer schnell und genügend“, sagt Herbst mit einem Schmunzeln. Die ersten Modelle entstanden noch nach Gefühl und optischer Wirkung. Doch mit den Jahren wurde der Vogelbau immer professioneller. Maße, Materialstärken und Schussflächen wurden genauer geregelt. Herbst begann zu experimentieren mit Holzarten, Verleimungen und Konstruktionen. In seiner Werkstatt führte er sogar eigene Beschusstests durch, um herauszufinden, wie tief Kugeln in unterschiedliche Holzfasern eindringen und wie sich Hohlräume auf die Stabilität auswirken. Was nach Ballistik klingt, hatte ein klares Ziel: möglichst faire Bedingungen für alle Schützen. Über Jahre entwickelte der Schreinermeister die Konstruktionen weiter. Flügel wurden breiter, Schussflächen vergrößert, einzelne Elemente neu angeordnet. Krone und Schwanz kamen als zusätzliche Preise hinzu, damit mehr Schützen bis zum Schluss am Wettbewerb teilnehmen konnten. Gleichzeitig achtete Herbst darauf, dass die Vögel trotz aller technischen Anforderungen ihre elegante Form behielten. Und diese Vögel waren oft kleine Kunstwerke. Embleme und Symbole erzählten Geschichten aus dem Leben der Majestäten. Mal zierte sogar ein Firmenlogos die Brust. Andere Vögel wurden in Vereinsfarben gestaltet. Für einen ehemaligen König und Schalke-Anhänger mischte Herbst sogar eigens ein „Königsblau“ an, das möglichst nah an die Vereinsfarbe herankam. In den vergangenen Jahren entwickelte er zusätzlich kleine Erinnerungsstücke, die der König beim Ehrenschuss selbst abschießen konnte. Nur mit einem einzigen Holzdübel gesichert, fielen diese Andenken oft schon nach wenigen Treffern zu Boden, eine ganz persönliche Erinnerung für die jeweilige Majestät. Besonders in Erinnerung geblieben ist vielen ein Königsvogel von 2005: über 1,24 Meter breit, aufwendig bemalt und bis ins kleinste Detail gestaltet. „Der ein oder andere Schütze hat sogar geweint“, erzählt „Mackel“ heute mit einem Lächeln. Nicht aus Enttäuschung, sondern weil dieses Kunstwerk fast zu schade zum Abschießen war. Doch Michael „Mackel“ Herbst prägte das Schützenwesen nicht nur mit Säge, Leim und Farbe. Er erfand auch die „Vogeltaufe“. Die reine Übergabe der neuen Königsvögel war ihm zu nüchtern. Stattdessen schuf er einen eigenen Abend, an dem die neuen Vögel vorgestellt wurden. Mit Musik, Geschichten und einem gemeinsamen Rückblick auf das vergangene Schützenjahr. Könige, Vorstände, Musiker und der gesamte Thron kamen zusammen, um die neuen Königsvögel erstmals zu sehen. Später folgte dann noch die Vorstellung der Vögel im Altenheim. Dort präsentierte Herbst die neuen Vögel den Bewohnern, erzählte Schützendönekes und brachte ein Stück Schützenfest zu den Menschen, die selbst oft nicht mehr teilnehmen konnten. Aus einer einfachen Idee wurde über die Jahre eine liebgewonnene Tradition. Der Vogelbau blieb für Herbst dabei immer weit mehr als Routine. Jeder Vogel war anders, jede Konstruktion eine neue Herausforderung. Selbst die Aufhängung wurde technisch weiterentwickelt, damit sich die Vögel beim Schießen nicht verdrehten oder unkontrolliert brachen. Gemeinsam mit Paul Kortenhorn, Metallbaumeister und Schießmeister im Verein, entwickelte Herbst Lösungen, die das Abschießen kontrollierbarer machten. Trotzdem blieb immer ein kleines Restrisiko. Genau das machte für ihn auch den Reiz aus. Seine Werkstatt wurde über Jahrzehnte zu einer Mischung aus Schreinerei, Ideenschmiede und technischem Labor. Dabei verlief nicht immer alles ohne Rückschläge. Am Tag des Bundesfestes 2004 in Korschenbroich brannte Herbsts große Werkstatt nach einem technischen Defekt vollständig ab. Im Jahr darauf entstanden die einzigen „Zugvögel“, wie er sie nannte. Auf der „falschen Rheinseite“ in einer gepachteten Schreinerei. Nun endet dieses Kapitel. Der letzte Vogel ist gebaut – Königsvogel, Vizekönigsvogel, Jungschützen- und Kinderkönigsvogel inklusive. Danach wird es ruhiger in der kleinen Rest-Werkstatt von Michael „Mackel“ Herbst. Was bleibt, sind weit mehr als hundert Schützenvögel. Es bleiben Erinnerungen an spannende Wettbewerbe, kreative Ideen und an einen Mann, der das Brauchtum nie als Stillstand verstanden hat. Michael „Mackel“ Herbst hat den Vogelbau in Haldern geprägt wie kaum ein anderer. Mit handwerklicher Präzision, technischem Erfindergeist und vor allem mit viel Liebe zum Schützenwesen.
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