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Max Freiherr Spies von Büllesheim
:
Fünf Fragen an den neuen Hochmeister
26. Mai 2026
Max Freiherr Spies von Büllesheim spricht über Vereinsamung, die Kraft des Miteinanders und den Eifel-Champagner als Kennenlerntrunk an der Theke.
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Präsident von Borussia Mönchengladbach
:
Der Weltmeister von 1974 ist Schützenbruder aus Überzeugung
22. Mai 2026
Rainer Bonhof, Fußball-Weltmeister von 1974 und amtierender Präsident von Borussia Mönchengladbach, feiert sein 20-jähriges Schützen-Jubiläum beim Schützen- und Heimatfest „Unges Pengste“ in Korschenbroich. Er fühlt sich, wie er sagt, seinen Schützenbrüdern aus dem Zug „Pappköpp“, dem größten der Korschenbroicher Schützenzüge, eng verbunden. Dabei konnte Bonhof mit dem Schützenwesen zunächst überhaupt nichts anfangen. Er musste überredet werden, doch mal mitzumachen. Bonhof erinnert sich: „Als mich meine Freunde dann aber in Jacke und Hut der Schützenbrüder gesteckt haben, stellte ich fest, dass das Beisammen sein von Jung und Alt bei den Pappköpp unheimlich viel Spaß macht. Seitdem hat es mich doch gepackt und ich bin dabeigeblieben.“ Die Verbindung zu den 34 Schützenfreunde seines Zuges, der verschiedene Generationen verbindet, sei über die langen Jahre hinweg immer enger geworden. Bonhof versteht sich mittlerweile als „Sommerbrauchtumsexperte“, das rheinische Brauchtum ist für ihn, so bekennt er, fester Bestandteil seines Daseins. Für seine Schützenfreunde ist er „der Rainer“.
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Wir müssen reden!
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Wenn Auflagen die Schützenfeste gefährden
19. Mai 2026
Ab Mai heißt es: Endlich wieder Schützenfest! Darauf freuen sich viele, denn Brauchtum führt Bürger und Schützen zusammen und sorgt somit für Miteinander und Zusammenhalt. Doch mancherorts sind die Sorgen groß, weil die organisatorischen und wirtschaftlichen Lasten kaum noch zu tragen sind. Die Tradition ist ernsthaft in Gefahr. Aus der Politik kommen unterschiedliche Signale. Gerade was die Terrorabwehr anbelangt - ohne Zweifel eine hoheitliche Aufgabe - könne der Staat nicht einfach die Veranstalter in die Pflicht nehmen, heißt es auf der einen Seite. Andere wollen den Städten und Gemeinden nahelegen, nicht ganz so streng mit ihren Auflagen zu sein. Auch Landesinnenminister Herbert Reul hat sich, wie aus dem politischen Umfeld zu hören war, an seine Polizeibehörden gewandt und Augenmaß eingefordert. Was aber fehlt, ist eine klare Richtlinie, die den Städten und Gemeinden einen rechtssicheren Rahmen bietet und die Überforderung der Veranstalter verhindert. Hinzu kommt, dass regional und örtlich ganz unterschiedlich agiert wird. An einem Ort muss zu Festzug und Parade jede Zufahrt gesichert werden, im Dorf nebenan wird auf jede Sicherheitsmaßnahme verzichtet. Seit der Loveparade-Katastrophe gibt es die latente Angst der verantwortlichen Behörden und Beamten, etwas falsch zu machen. Kurzum: Niemand will am Ende schuld sein! Auch die Veranstalter nicht. Aber, so sagte schon NRW-Innenminister Reul, absolute Sicherheit gibt es nicht. Weil erste Karnevalsumzüge bereits abgesagt wurden, hat eine politische Initiative um den Mönchengladbacher Bundestagsabgeordneten Günter Krings, einst Staatssekretär im Bundesinnenministerium, das Gespräch mit den Verbänden gesucht. Eine Runde zu Besonderheiten im Schützenwesen könnte folgen. Im Parlamentskreis Schützen des Bundestages ist die Problematik bereits diskutiert worden. Vor Ort hilft den Bruderschaften und Vereinen derzeit nur der intensive Austausch mit den Bürgermeistern, Landräten und Ordnungsbehörden. Grundsätzlich gilt: frühzeitig das Gespräch suchen. Und manchmal sind auch rheinische Lösungen möglich. Wenn nämlich der Verwaltungschef akzeptiert, dass die Offiziere eines Schützenzuges als Sicherheitskräfte angesehen werden... Wenn jetzt ab Mai zur Festzeit wieder vielfältig Politiker aus Land und Bund in Erscheinung treten, gilt es, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Das freundliche Willkommen sollte stets verbunden sein mit dem Hinweis: Wir müssen reden! Ziel sollte eine parteiübergreifende Initiative sein. Die fürs Brauchtum beste Lösung wäre: Wer zur Gefahrenabwehr strengste Auflagen erlässt, muss auch für die Kosten aufkommen. Geht die Gefahr vom Festzug und seinen Teilnehmern selbst aus, bleibt der Veranstalter in der Pflicht, ergibt sich die mögliche Gefährdung durch Dritte, die das Ereignis als Plattform für ihre Angriffe nutzen könnten, müssen die Behörden Personal stellen oder zahlen. Bleibt zu hoffen, dass sich baldmöglichst praktikable Lösungen erreichen lassen und in dieser Festzeit die Freude überwiegt: Endlich wieder Schützenfest! Horst Thoren Bundespressesprecher
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Diözese Münster
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Ein Karussell für die Schützenbruderschaft Werlte
20. April 2026
Für die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Werlte gehört das Kinderkarussell zum Schützenfest wie die Fahne zum Ausmarsch. Daher war die Enttäuschung groß, als 2023 die Absage des Schaustellers für das traditionelle Kinderkarussell eintraf. Ein Schützenfest ohne leuchtende Kinderaugen? Undenkbar. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, hatten die beiden Schützenbrüder Thomas Grummeln und Clemens Schnieders eine visionäre Idee. Warum nicht ein eigenes Karussell für die Schützenbruderschaft kaufen? Was zunächst wie eine kühne Stammtisch-Idee klang, stieß beim damaligen Brudermeister Hans-Wilhelm Merten sofort auf offene Ohren. Auch das damals amtierende Königspaar Rolf und Petra Janssen zögerten keine Sekunde und sicherte dem Vorhaben volle Unterstützung zu. Die beiden engagierten Schützenbrüder Grummeln und Schnieders machten sich im Internet auf die Suche nach einem geeigneten Karussell. Die Suche gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht. Man wurde fündig in der Region Frankfurt. Am frühen Sonntagmorgen machte sich eine Delegation auf dem Weg. Doch die Ernüchterung folgte vor Ort. Das besichtigte Modell entsprach nicht den Vorstellungen. Man fuhr sehr enttäuscht zurück nach Werlte. Das Projekt drohte zu scheitern. Doch Brudermeister Merten und das Königspaar Janssen hielten am Plan fest und motivierten die beiden Schützenbrüder zur weiteren Suche. Der Einsatz wurde belohnt. In der Pfalz wurden sie fündig und entdeckten schließlich ein Schmuckstück aus den 1970er Jahren. Nach gründlicher Begutachtung stand fest. Das ist es! Was dann folgte, ist ein Paradebeispiel für den Zusammenhalt in Werlte.
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Robert Kleine:
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„Treten wir als Schützenbruderschaften konsequent Hass und Gewalt entgegen!“
14. April 2026
Monsignore Robert Kleine ist der Seelsorger des Brauchtums. Als Kölner Stadtdechant zeigt er Herz für den Karneval, als Bundespräses gehört er zur Führungsspitze der historischen deutschen Schützenbruderschaften. Im Interview spricht der gebürtige Neusser über sein Leben zwischen Kirche und Schützenfest, Papst und Kardinal, über Seelsorge im Festzelt und das Gottesgeschenk der Freude.
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© BHDS / Tobias Herbst
Freiherr Spies von Büllesheim folgt als Hochmeister auf Fürst Salm:
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„Ich bin einer von 300 000 Schützen und übernehme Verantwortung für alle“
15. März 2026
Deutschlands großer katholischer Schützenverband hat einen neuen Repräsentanten: Max Freiherr Spies von Büllesheim steht als neuer Hochmeister dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften mit seinen 1300 Bruderschaften und Vereinen und ihren 300.000 Schützen vor. Der 54-jährige Betriebswirt aus Hückelhoven-Ratheim tritt die Nachfolge von Emanuel Fürst zu Salm-Salm an, der den katholischen Brauchtumsverband 15 Jahre lang führte. Die Bundesvertreterversammlung, Schützenparlament des in sechs westdeutschen Diözesen vertretenen Schützenbundes, votierte einmütig für Baron Spies. Traditionell steht ein Vertreter des Uradels an der Spitze der Schützen.
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© BHDS / Tobias Herbst
Interview Robert Hoppe
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„Meine Wertschätzung gilt den vielen engagierten Menschen, die unserem Brauchtum eine Zukunft geben“
10. März 2026
Der Tod von Emil Vogt überschatte vor einem Jahr die Neuwahl seines Nachfolgers Robert Hoppe zum Bundesschützenmeister. Im Interview zieht Hoppe eine Bilanz des ersten Amtsjahres mit besonderer Verantwortung.
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© Tobias Herbst
Schießsport
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Bundesmeisterschaft 2026
26. Februar 2026
Die Ausschreibung Bundesmeisterschaft 2026 ist veröffentlicht sowie die Vorankündigung der Termine der Bundesmeisterschaft 2026.
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© Bild von
Gerd Altmann
auf
Pixabay
Evaluierung des Waffenrechts:
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Zeitplan rutscht nach hinten
25. Februar 2026
Die vom Bundesministerium des Innern (BMI) gestartete Evaluierung des Waffenrechts verzögert sich spürbar. Seit dem Beginn der ersten Beteiligungsrunde im September 2025 haben rund 70 Verbände, Behörden und Organisationen ihre Themenvorschläge und Einschätzungen eingereicht. Viele nutzten die Gelegenheit, nicht nur die geforderten Schwerpunkte zu benennen, sondern bereits ausführliche Stellungnahmen mit konkreten Änderungsvorschlägen, Praxisbeispielen und Forderungen vorzulegen. Nach Angaben des BMI liegen inzwischen „etliche hundert Seiten“ an Material vor, die nun ausgewertet werden müssen. Aufgrund dieses Umfangs kann der ursprünglich geplante Zeitplan nicht eingehalten werden. Die zweite Beteiligungsrunde wird daher erst im Sommer 2026 stattfinden. Zur Meldung des BMI: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/kurzmeldungen/DE/2026/02/evaluierung-waffenrecht2.htmleinsehbar
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