Baron Spies erhält zum Bundesfest in Damme das Großkreuz:„Ich freue mich auf jeden, der mich anspricht“

Nachdem Fürst Salm seinen Nachfolger Baron Spies in den ersten Monaten nach der Wahl freundschaftlich begleitet hat, wird mit der Verleihung des Großkreuzes an den neuen Hochmeister der Stabwechsel abgeschlossen. Die Zeremonie steht am Festfreitag am Ende des ökumenischen Eröffnungsgottesdienstes.
Baron Spies geht mit freudiger Erwartung in sein erstes Bundesfest als Hochmeister. Er wünscht sich Sonnenschein, viele Begegnungen und hofft auf nur mäßigen Wind, damit der für ihn obligatorische Hut nicht vom Kopf geweht wird.
Worauf freuen Sie sich besonders?
Hochmeister: Ich freue mich vor allem auf die vielen Begegnungen mit den Schützenschwestern und Schützenbrüdern aus unserem gesamten Bund. Als Besucher habe ich das Bundesfest bisher nur selten miterleben dürfen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das Bundesfest in Heerlen, das ich als Minister unseres lokalen Schützenkönigs erleben durfte. Damals stand ich mitten im Festzug – diesmal werde ich das Bundesfest aus einer ganz anderen Perspektive erleben. Nicht im Paradezug, sondern von der Ehrentribüne aus. Auf diese neue Erfahrung freue ich mich sehr.
Bleibt genug Zeit zur persönlichen Begegnung mit den Schützen?
Hochmeister: Da ich das gesamte Wochenende in Damme verbringen werde, hoffe ich sehr, mit vielen Schützen persönlich ins Gespräch zu kommen. Mir war es wichtig, bereits vor dem Bundesfest alle Diözesanverbände zu besuchen und die jeweiligen Vorstände kennenzulernen. Glücklicherweise ist das gelungen. Deshalb freue ich mich darauf, viele bekannte Gesichter wiederzusehen und natürlich auch viele neue Menschen kennenzulernen. Gerade diese persönlichen Gespräche sind für mich das Herz unseres Bundes.

Wann ist die die beste Gelegenheit, dem neuen Hochmeister "Hallo" zu sagen?
Hochmeister: Das hängt natürlich auch vom Ablauf ab, den die ausrichtende Bruderschaft für mich vorgesehen hat. Ich sage immer mit einem Augenzwinkern: Ich bin sehr gut darin, Befehle zu befolgen. Dort, wo man mich hinstellt, werde ich versuchen, meine Aufgabe bestmöglich zu erfüllen. Ich hoffe aber sehr, dass ich zwischendurch etwas Zeit bei den Schießwettbewerben verbringen kann. Dort oder auf dem Festgelände freue ich mich über jeden, der mich anspricht. Ein Hochmeister lebt schließlich vom Austausch mit seinen Schützen.
Wie bereiten Sie sich auf die gut dreistündige Abnahme des Festzuges vor?
Hochmeister: Eine besondere Vorbereitung brauche ich dafür vermutlich nicht. Viel wichtiger ist mein Wunsch für alle Teilnehmer: Ich hoffe auf sonniges Wetter, eine leichte Brise und Temperaturen um die 24 Grad. Dann ist das Marschieren für die Schützen in ihren Uniformen angenehm, und auch unsere Schützenschwestern müssen nicht frieren.
Und was mich betrifft: Mein Hut darf natürlich nicht fehlen. Ich hoffe nur, dass der Wind nicht allzu kräftig wird – schließlich soll er bis zum Ende des Festzuges dort bleiben, wo er hingehört.