Was der Bundespräses der Schützen zum Karneval sagt:Warum Monsignore Kleine von Herzen jeck ist
Karneval und Glaube gehören zusammen wie Aachen und Printen, Essen und die Villa Hügel, Köln und 4711, Münster und der Westfälische Frieden, Paderborn und das Hasenfenster sowie Trier und die Porta Nigra.
Der Karneval erlaubt uns für ein paar Tage, die Welt auf den Kopf zu stellen, Unterschiede zu vergessen und einander auf Augenhöhe zu begegnen. Genau darin steckt auch eine christliche Botschaft: Jeder Mensch ist gleich wertvoll. Wenn wir gemeinsam schunkeln und lachen, spüren wir, was Gemeinschaft wirklich bedeutet.
Bevor am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt, feiern wir das Leben, die Gemeinschaft und die Freude, die Gott uns schenkt.
Karneval schenkt Raum für Lebensfreude und ein herzliches Miteinander. Er lädt uns ein, noch einmal aus vollem Herzen zu lachen, zu singen und zu feiern, bevor eine ruhigere Zeit der Besinnung beginnt. Dabei geht es nicht nur um Ausgelassenheit, sondern auch um etwas zutiefst Menschliches und Christliches, nämlich darum, das Leben in all seinen Farben anzunehmen und dankbar zu sein für das, was uns geschenkt ist. Lachen, Singen und Fröhlichsein sind keine Gegensätze zum Glauben, sondern Ausdruck einer positiven, christlichen Lebenshaltung.

Natürlich weiß der Karneval auch um seine Grenzen – und seinen Abschluss. Mit dem Aschermittwoch endet das bunte Treiben, und wir hören den Ruf zur Umkehr und zur Verantwortung. Doch genau dieser Wechsel macht seinen besonderen Wert aus: Der Karneval erinnert uns daran, dass Freude und Ernst, Feiern und Nachdenken, Lachen und Weinen zwei Seiten der einen Medaille des menschlichen Lebens sind und zusammengehören. Wie heißt es im alttestamentlichen Buch Kohelet: „Alles hat seine Zeit“!
In diesem Sinne freue ich mich auf fröhliche, bunte, friedliche und gesegnete Karnevalstage. Möge unser Lachen verbinden, unsere Gemeinschaft stärken und unsere Freude ein Zeichen der Hoffnung sein – für diese Tage und darüber hinaus.

